Die Wirkung von Kambo

Die Effekte von Kambo sind den indigenen Völkern des Amazonasbeckens bereits seit Jahrhunderten bekannt, und stellte lange Zeit ein Geheimnis der ansässigen Schamanen dar. Für die westliche Schulmedizin untersuchte erstmals der italienische Pharmakologe Vittorio Erspamer mitte der 80er Jahre das heilende Potential des Froschsekretes. Die genaue pharmazeutische Wirkung von Kambo ist zwar bis heute nicht eindeutig geklärt, allerdings konnte Vittorio Erspamer 9 verschiedene Peptide aus dem Gift extrahieren und ihnen eine eindeutige Wirkung zuordnen. Dr. Erspamer zufolge liegt die Wirkung von Kambo nicht in den Einzelwirkung der Peptide, sondern ist vielmehr in einem Zusammenspiel eben dieser zu suchen. Dem Wissenschaftler zufolge, habe er in Kambo einen fantastischen chemischen Cocktail von potenziellem medizinischen Nutzen, wie bei keiner anderen bekannten Amphibie“ gefunden.

Aus diesem Grund ist Kambo heute auch Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte und Studien, und weltweit wurden von Pharmafirmen mittlerweile mehr als 70 verschiedene Patente angemeldet die auf die Inhaltsstoffe des Sekrets zurückzuführen sind.

Die Peptide im Kambo

Unter einem Peptid versteht man ein Molekül, das sich aus mehreren verschiedenen Aminosäuren zusammensetzt und in unserem Körper die unterschiedlichsten Effekte nach sich zieht. Beispiele für Peptide sind zum Beispiel Hormone, Enzyme oder Proteine. Kennzeichnend für ein Peptid ist, dass seine Wirkung die es auf unseren Körper ausübt sehr individuell ist. Das bedeutet dass jedes Peptid einen anderen Effekt hat. Deshalb konnte Dr. Eparmer auch jedem der isolierten Peptide eine eindeutige pharmakologische Wirkung zusprechen. Der Forscher konnte folgende Peptide aus dem Sekret des Kambo Frosches isolieren:

Phyllomedusin

Phyllomedusin ist ein zu den Tachykininen zählendes 10 AS-Petidamin. Phyllomedusin wurde erstmals im Jahre 1970 aus der Haut des Riesenmakifrosches extrahiert. Es wirkt gefäßerweiternd und Blutdrucksenkend.

Phyllokinin

Phyllokinin ist ein aus den Hautdrüßen von „Phyllomedusa rohdei“ extrahiertes Peptid, und ähnelt in seiner Struktur dem Bradykinin, welches ein 11 AS-Petid darstellt

Careulein

Careulin wurde erstmals im Jahre 1967 isoliert und pharmakologisch untersucht. Es fördert die segregation von Magen-, Gallen-, und Pankreassäften.

Sauvagin

Sauvagin wurde erstmals Ende der 70er Jahre isoliert. Ihm werden entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, wobei es auch Auswirkungen auf die körpereigene Wärmeregulation haben soll.

Dermorhpin

Dermophin ist ein natürliches Opioid und unter anderem auch im Schlafmohn zu finden. Morphine sind für ihre schmerzstillende und suchterregende Wirkung bekannt. Dermophin ist dabei 20 mal schmerzstillender als „herkömmliches“ Morphin, wobei es 30-40 mal weniger suchterregend ist. Suchtgefahr besteht bei der Behandlung mit Kambo also definitiv nicht. Es wirkt auf unseren Blutkreislauf, Nervensystem und Verdauungstrakt.

Deltorphin

Auch Deltorphin kommt aus der Familie der Morphine, wobei es als das schmerzstillendste Morphinderivat überhaupt gilt. Im Gegensatz zu anderen Morphinen ist Deltorphin allerdings nicht suchterregend.

Adenoregulin

Adenoragulin wirkt äußerst entzündungshemmend und antibakteriell.

Tryptophyllin

Von Tryptophyllin wird angenommen dass es eine förderliche Wirkung auf die Ausscheidung von Insulin hat, und zusätzlich die Aktivierung von lebereigenen Proteinen fördert.

Dermaseptin

Dermaseptin weisst eine hohe Affinität gegenüber Zellmembranen auf, und ist deshalb Gegenstand mehrerer Forschungsprojekte.

Die vielen verschiedenen Peptide im Kambo Sekret, und man darf durchaus davon ausgehen, dass es mehr als die genannten 9 sind, haben ein breites Wirkungsspektrum. Erfahrungen zufolge hat Kambo äußerst positive Wirkungen bei:

  • chronischen Schmerzen
  • Depressionen
  • Entzündungen
  • Bakterien, Viren und Pilze
  • AIDS
  • Krebs
  • Borreliose
  • Bluthochdruck
  • Gelenkerkrankungen
  • Hepatitis
  • Parkinson
  • Hauterkrankungen
  • Migräne
  • Alzheimer

Viel dieser Wirkungen lassen sich auf die pharmakologischen Effekte der Wirkstoffe im Kambo Sekret zurückführen, doch die Froschmedizin geht noch sehr viel weiter, sich wirkt auf allen Ebenen.

Kambo auf psychischer und Energetischer Ebene

Hier müssen wir vom logischen und wissenschaftlichen Weg ein wenig abweichen, und uns auf subjektive Erfahrungsberichte verlassen. Kambo wird zur transzendentalen Medizin gezählt. Das ist die traditionelle Medizin indigener Völker die sowohl auf körperlicher, energetischer und seelischer Ebene heilt. Dazu zählen zum Beispiel auch Ayahuasca und Buffo.

Viele dieser Effekte sind bei fast allen behandelten Personen gleich, während andere wiederum  sehr individuell sind. So berichten fast alle davon, dass sie:

  • einen erhöhten Bedarf haben Wasser zu trinken. Nicht aus Durst, sondern um ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.
  • Eine leichte Abneigung gegen Fleisch entwickeln. Diese verschwindet allerdings wenn man nicht darauf eingeht.
  • ihr Körper eine gewisse Intoleranz gegenüber Giften wie Alkohol, Nikotin und Coffein entwickelt. Dies äußert sich durch eine stark erhöhte Sensibilität und verstärkten Nebenwirkungen wenn das Gift zugeführt wird.
  • sich generell vitaler, gesunder, stärker und energetischer Fühlen.
  • ein erhöhtes empfinden von Verbundenheit mit der Natur und den Mitmenschen haben.
  • dass sie sich mit der Zeit „wieder erinnern worum es im Leben wirklich geht.“

Subjektiv erlebt werden oft:

  • emotionale Blockaden werden gelöst. Das äußert sich zum Beispiel durch intensives weinen während der Behandlung und anschließender Besserung des allgemeinen emotionalen Zustandes. Es findet eine Art „loslassen“ statt.
  • Menschen mit einer emotionalen Verletzung im Herzen, etwa nach einer Trennung, oder einem Todesfall lernen wieder „ihr Herz zu spüren“. Wenn man Kambo durch die Shakrenlehre betrachtet, so wirkt die Froschmedizin äußerst stark auf das Herzchakra.
  • Ängste werden gelöst. Dies äußert sich häufig Tage bis Wochen nach der Behandlung.

Die Heilung durch die Froschmedizin ist nicht ausschließlich eine unmittelbare, sondern vielmehr wird durch die Behandlung mit dem Sekret ein Heilungsprozess ausgelöst. Wie intensiv dieser Prozess auf energetisch/psychischer Ebene ist, hängt ganz von ihnen persönlich ab. Eine Kambo Session kann zum Beispiel sehr gut als Ausgangspunkt dienen um unliebsame Gewohnheiten wie rauchen und trinken abzulegen, oder seinen Fleischkonsum zu senken.

Wenn sie nach der Behandlung allerdings gleich wieder ihren Gewohnheiten verfallen, so sollte ihr Wirkung nicht sehr lange anhalten.

Kambo enthält keine psychedelischen oder illegalen Substanzen, und verursacht keine Halluzinationen!

Auch wenn vieles im Internet schnell vermuten lässt, Kambo sei das neue Wundermittel schlechthin, so möchte ich doch ausdrücklich darauf hinweisen, dass jeder die Froschmedizin individuell erlebt. Bei einigen vollbringt das Sekret des Frosches wahre Wunder, bei anderen verursacht es lediglich eine Reinigung. Aber keinesfalls sollte eine Kambo Behandlung als Ersatz für Medikamente oder einen Arztbesuch dienen. Sollten sie irgendwelche Bedenken bezüglich ihres Gesundheitszustandes haben, so rate ich ihnen dringend Rücksprache mit ihrem Arzt zu halten.

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